Zirbelkiefer

Zirbenholz Bett

In der Langsamkeit liegt die Kraft. Die Zirbelkiefer nimmt es gemütlich, auch wenn dieser alpine Nadelholzbaum in teils unwirtlichen Gegenden zu Hause ist. Beheimatet ist die Zirbelkiefer in den Alpen und in den Karpaten und dieser Baum kann ein stolzes Alter von bis zu 1.000 Jahren mit einer Höhe von 25 m erreichen. Um diese Höhe zu erreichen bedarf es viel Zeit, denn dieser Nadelholzbaum, auch Königin der Alpen genannt, wächst mit sehr bedächtigem Tempo. Artverwandt mit der Zirbelkiefer ist die Sibirische Zirbelkiefer, die bis zum 40 m hoch wachsen kann und zwischen dem 50. und 68. Breitengrad beheimatet ist.

Eigenschaften der Zirbelkiefer
Das rötliche bis rotbraune Kernholz der Zirbelkiefer, die in Südtirol, Österreich und Bayern auch unter dem Namen Zirm oder Zirben bekannt ist, hat einen stark aromatischen Duft. Als frosthärteste Baumart bewohnt die Zirbelkiefer die Alpen bis auf eine Höhenlage von knapp 3.000 m und bildet damit in vielen Teil der Alpen die eigentliche Baumgrenze. In dieser Höhenlage hat die Zirbelkiefer auch eine wichtige Schutzfunktion, um Talschaften vor Erosionen und Lawinen sicherer zu machen.

Das Holz der Zirbelkiefer war als natürliche Ressource in vielen alpinen Tälern ein vielseitiger Werkstoff. Für die Täfelung von Stuben und Küchen, das Drechseln von Schüsseln, für Betten, Schränke und Truhen sowie die Schnitzerei wurde das astreiche und weiche Holz der Zirbelkiefer genutzt. Als Brennholz hat die Zirbel weniger gute Eigenschaften und daher wurde das Holz sowie dessen Erzeugnisse gerne für Brennholz besserer Qualität eingetauscht.

Zirbelkiefer und Wohlbefinden
Anerkannte Studien belegen, dass das Holz der Zirbelkiefer positive Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem des Menschen hat. In Zahlen: einen Tag mit Zirbelholz verbringen bringt im Umkehrschluss eine Reduktion von 3.500 Herzschlägen – das entspricht einer Stunde Lebenszeit. Das Zirmholz fördert die Erholung und eignet sich in Folge bestens für den Bau von Betten, denn in den Ruhephasen verspricht Zirbelholz eine schnelle Entspannung. Das ätherische Öl der Zirbelkiefer regt den Ausstoß von Dopamin und Nordernalin (Botenstoffe) an. Und diese sorgen für seelisches Gleichgewicht und eine bessere Erholungsphase.

Zirbelkiefer und Mystik
In der Mystik ist die Zirbel Sinnbild für Widerstandskraft, Lebenswille und Stärke. Auch der freiheitliche Geist wird mit der Zirbelkiefer in Verbindung gebracht. Die hochalpine Bergwelt, das zu Hause der Zirbelkiefer, ist heute zu einem starken Sinnbild für Natur und Freiheit avanciert.

Die Vielzahl an positiven Eigenschaften der Zirbelkiefer machen das Holz zu einem trendigen Werkstoff. Wurde früher aus Mangel an Alternativen das Zirbenholz in den alpinen Tälern für den Möbelbau eingesetzt, erlebt es heute eine Renaissance und dies schlägt sich in den Marktpreisen für hochqualitatives Zirbenholz eindeutig nieder. Gutes Kernholz ist nicht einfach aufzutreiben und wenn, dann zu doch sehr stolzen Preisen. Vor allem im Möbelbau ist die Zirbel gewissermaßen wieder en vogue. Und wenn nicht als Möbel, dann möglicherweise als Zirmschnaps vor der Bettruhe. Auch so kann die Zirm für einen erholsamen Schlaf sorgen.

 

Share on FacebookPin on PinterestTweet about this on Twitter

Lärchenholz

Lärchenholz

Ein Lärchenbaum muss etwa 100 bis 400 Jahre wachsen, damit wir diesen Nutzen können. Aber er wächst nach, und das ist entscheidend. Und der Lärchenbaum ist dabei auch nicht so wählerisch, denn er wächst eigentlich in der gesamten nördlichen Hemisphäre. Irgendwie ein Allerweltsbaum, der auch auf einer japanischen Insel Honshū seine genetischen Wurzeln hat.

Die verschiedenen Arten der Lärche
Seit Menschengedenken wird das Lärchenholz für den Möbelbau genutzt. Es ist hart und schwer und daher besitzt das Lärchenholz gute Eigenschaften, um damit langlebige Produkte zu entwerfen. Von Brücken und Dachkonstruktionen bis hin zu Böden und Möbeln. So vielseitig wie die Verbreitung des Lärchenbaums sind auch die Varianten. Die Gebirgslärche liefert gleichmäßiges und schmalringiges Holz und wird ausschließlich für die Objekte von ruralurban verwendet. Die Gebirgs- oder auch Alpenlärche wird auch nicht gezüchtet sondern wächst in in ihrem natürlichen Habitat. Als sommergrüner Nadelbaum ist die Lärche typisches Merkmal der alpinen Kulturlandschaft, auf Almwiesen aber auch steilen und steinigen Hängen. Gemeinsam mit der Zirbelkiefer bewohnt die Lärche die obere Waldgrenze. Bis zu einer Höhenlage von 2.500 Hm macht es sich die Lärche gemütlich, vorausgesetzt sie findet ausreichend Licht und da hat es die Lärche nicht einfach, denn die an Schatten gewöhnte Zirbelkiefer macht der Lärche schnell den Gar aus. Aber der Mensch ist nicht nur Feind, sondern auch Freund der Natur und Dank der Nutzung von Weideflächen in hochalpinen Lagen findet die Gebirgslärche auch offene Flächen, die ihren Lichthunger stillen können.

Die gelbe bis tief-rötliche Färbung gibt der Lärche ihren typischen Charakter. Desto röter, desto hochwertiger ist das Lärchenholz – um es auf einen einfachen Nenner zu bringen. Rot ist vor allem das Kernholz und dies ist jener Teil des Lärchenholzes, der sich besonders gut für lastenintensive Konstruktionen eignet. Also dort zum Einsatz kommt, wo das Holz wirklich gefordert wird.

Die Lärche in der Malerei
Aber nicht nur Möbelbauer und Dachdecker sind von der Lärche begeistert, sondern auch Maler sind von dem Baum angetan. Das hochwertige venezianische Terpentin oder auch Lärchenterpentin wird aus den frischen Harzausflüssen der Lärche gewonnen und zählt zu den besten Terpentinen überhaupt.

Gesundheit und Medizin
Der Lärche werden auch gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen. Das Lärchenholz wirkt sich positiv auf das kardio-vaskuläre System aus und auch entzündungshemmende Wirkungen werden der Lärche nachgesagt. Im Mittelalter wurden aus dem Harz des Baums Wundsalben und Pflaster gewonnen, um gegen Entzündungen vorzugehen. Eine Harzsalbe aus dem ätherischen Öl der Lärche hilft gegen Rheuma, bei Bronchitis und anderen Lungenleiden.

Die Lärche und die Mystik
In der Mystik ist die Lärche Ausdruck von Durchhaltevermögen, ohne dass daraus eine Verbissenheit wird. Den Feen dient der Lärchenbaum als Ruheplatz und Tanzbaum. Vor allem im Alpenraum wurde in der Nähe eines Wohnhauses gerne ein Lärchenbaum gepflanzt, um den dem Menschen wohl gesonnenen Feen eine Einkehr zu bieten.

Share on FacebookPin on PinterestTweet about this on Twitter