Lärchenholz

Lärchenholz

Ein Lärchenbaum muss etwa 100 bis 400 Jahre wachsen, damit wir diesen Nutzen können. Aber er wächst nach, und das ist entscheidend. Und der Lärchenbaum ist dabei auch nicht so wählerisch, denn er wächst eigentlich in der gesamten nördlichen Hemisphäre. Irgendwie ein Allerweltsbaum, der auch auf einer japanischen Insel Honshū seine genetischen Wurzeln hat.

Die verschiedenen Arten der Lärche
Seit Menschengedenken wird das Lärchenholz für den Möbelbau genutzt. Es ist hart und schwer und daher besitzt das Lärchenholz gute Eigenschaften, um damit langlebige Produkte zu entwerfen. Von Brücken und Dachkonstruktionen bis hin zu Böden und Möbeln. So vielseitig wie die Verbreitung des Lärchenbaums sind auch die Varianten. Die Gebirgslärche liefert gleichmäßiges und schmalringiges Holz und wird ausschließlich für die Objekte von ruralurban verwendet. Die Gebirgs- oder auch Alpenlärche wird auch nicht gezüchtet sondern wächst in in ihrem natürlichen Habitat. Als sommergrüner Nadelbaum ist die Lärche typisches Merkmal der alpinen Kulturlandschaft, auf Almwiesen aber auch steilen und steinigen Hängen. Gemeinsam mit der Zirbelkiefer bewohnt die Lärche die obere Waldgrenze. Bis zu einer Höhenlage von 2.500 Hm macht es sich die Lärche gemütlich, vorausgesetzt sie findet ausreichend Licht und da hat es die Lärche nicht einfach, denn die an Schatten gewöhnte Zirbelkiefer macht der Lärche schnell den Gar aus. Aber der Mensch ist nicht nur Feind, sondern auch Freund der Natur und Dank der Nutzung von Weideflächen in hochalpinen Lagen findet die Gebirgslärche auch offene Flächen, die ihren Lichthunger stillen können.

Die gelbe bis tief-rötliche Färbung gibt der Lärche ihren typischen Charakter. Desto röter, desto hochwertiger ist das Lärchenholz – um es auf einen einfachen Nenner zu bringen. Rot ist vor allem das Kernholz und dies ist jener Teil des Lärchenholzes, der sich besonders gut für lastenintensive Konstruktionen eignet. Also dort zum Einsatz kommt, wo das Holz wirklich gefordert wird.

Die Lärche in der Malerei
Aber nicht nur Möbelbauer und Dachdecker sind von der Lärche begeistert, sondern auch Maler sind von dem Baum angetan. Das hochwertige venezianische Terpentin oder auch Lärchenterpentin wird aus den frischen Harzausflüssen der Lärche gewonnen und zählt zu den besten Terpentinen überhaupt.

Gesundheit und Medizin
Der Lärche werden auch gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen. Das Lärchenholz wirkt sich positiv auf das kardio-vaskuläre System aus und auch entzündungshemmende Wirkungen werden der Lärche nachgesagt. Im Mittelalter wurden aus dem Harz des Baums Wundsalben und Pflaster gewonnen, um gegen Entzündungen vorzugehen. Eine Harzsalbe aus dem ätherischen Öl der Lärche hilft gegen Rheuma, bei Bronchitis und anderen Lungenleiden.

Die Lärche und die Mystik
In der Mystik ist die Lärche Ausdruck von Durchhaltevermögen, ohne dass daraus eine Verbissenheit wird. Den Feen dient der Lärchenbaum als Ruheplatz und Tanzbaum. Vor allem im Alpenraum wurde in der Nähe eines Wohnhauses gerne ein Lärchenbaum gepflanzt, um den dem Menschen wohl gesonnenen Feen eine Einkehr zu bieten.

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